Das Ziel war die Hohe und Niedere Tatra, das flächenmässig kleinste Hochgebirge der Welt zwischen der Slowakei und Polen. Und passend dazu waren auch unsere Ferien ein Auf und Ab. Wir (Race Chick und Silverbull) schlossen uns wieder einmal einer geführten Tour an.

Das Zusammentreffen
Wir trafen uns am Sonntag, 31.8. an der Autobahnraststätte Glarnerland und lernten so die Protagonisten unserer Tour kennen. Der Weg führte uns auf der Autobahn nach Feldkirch und dann ab in den Autoreisezug nach Wien. Kurz nach der Abfahrt setzte Regen ein, der uns bis Wien treu blieb. Wir waren aber ja noch im Trockenen.

Die Begossenen und Verlorenen
Der Regen blieb und so fuhren wir Richtung Slowakei im Regen los. In Wien ging der letzte Teil der Truppe bereits verloren bzw. wurde abgehängt. Kurz nach dem Autobahnabzweiger Richtung Bratislava trafen wir wieder zusammen. Intensiver Regen erschwerte die Fahrt Richtung Osten, doch je östlicher desto besser wurde es und am Schluss konnten wir trocken in unserem Hotel Partizan in Tale (oberhalb Brezno). Dazwischen gab es noch einmal eine Suchaktion, da die Interpretation von Geradeaus je nach programmierter Tour nicht immer dieselbe war. Aber auch hier fanden alle wieder in den “Stall”.

Ein Zweierli
Am Dienstag war es zwar bedeckt und etwas neblig, aber trocken und so machten sich zwei Gruppen auf die erste Ausfahrt. Via Podbrezova nach Liptovsky Mikulas fuhren wir weiter nach Zakapone. Dort genehmigten wir uns ein vorzügliches Mittagessen im Stek House. Rund um die Hohe Tatra fuhren wir wieder ins Hotel zurück. Auf der Rückfahrt wurden wir von einem 300m Regen überrascht. Die Tour. Das Fahren in der Gruppe ist nicht immer einfach und benötigt zusätzliche Aufmerksamkeit. Was den Einen zu schnell ist den Anderen zu langsam und nicht jeder Fahrstil passt aufeinander.

Need for Speed
Zuerst die Tour. Heute schraubten wir das Durchschnittstempo um 10-20 Km/h höher. Trotz Schotter gleich zu Beginn (ab Hronec), Hut ab vor den Nicht-GSlern und der wohl holprigsten Strasse ever (so ab Mlynky), Hut ab vor denen mit Sozia … und den Sozias. Wenn wir mit den 8 Motorrädern durch die Dörfer ratterten und ab zu donnerten, kam ich mir vor wie ein Motorradritter auf dem Kreuzzug durch ein Land, welches die ärmlichsten Verhältnisse am Strassenrad offenbarte. Ein Land der Gegensätze.

Die Überfahrt
Am Donnerstag ging es zurück via Autobahn nach Österreich. Genauer in die Nähe von Zeltweg und dem Traum von Spielberg nach Knittelfeld. Den schönen Tag (ganz am Schluss ein paar Regentropfen) schlossen wir beim Bachwirt ab.

Selbstständig
Ab Freitag lösten wir uns von der Gruppe und fuhren via Sölkpass (Wetterscheide) und Bad Ischl nach Salzburg. In Salzburg parkierten wir unsere Mopeds für zwei Tage und genossen die wunderbare Mozartstadt mit Shopping und Burgbesichtigung.

Rückreise
Leider waren auf die 2. Wochenhälfte keine nennenswerten Wetterverbesserungen zu erwarten, so entschieden wir uns für eine zweitägige Rückreise. Von Salzburg via Bischofshofen - Dientner Sattel - Abzweiger nach Taxenbach und dann direkt zum Gerlos. Zum Schluss das Kühtai nach Oetz. Am Dienstag fuhren via Autobahn nach Hause.