Wir (Karl und Christoph) waren vom Samstag, 17.9. bis Mittwoch, 21.9. in Frankreich unterwegs. Karl mit seiner TripleBlack, die nach zwei Tagen zum Namensgeber der Tour wurde -> TripleDräck. Doch das Ganze der Reihe nach.

Samstag, 17.9.
Grosser Wetterwechsel in Europa und wir haben eigentlich geplant mit unserer Fahrt in den Westen, das Wetter zu überlisten. Doch nur ein kleiner Hauch Altweibersommer wehte an diesem Samstag, anschliessend, so plus minus ab Biel blieb es immer nass, nicht so richtig, aber doch genug für durchwegs nasse Strassen. Von Biel aus fuhren wir via Val de Travers westwärts durch den Haut-Jura. Schon jetzt war klar, mehrheitlich einsame Strassen, viele Kurven, wunderschöne Landschaften bestimmen die nächsten Tage, wenn da nur der Nieselregen nicht wäre. Ziel Lyon.
Tour Biel bis Lyon
Hotel

Sonntag, 18.9.
Regen, eher düstere Aussichten. Wir wollten in die Auvergne nach Aurillac. Die Temperaturen im knapp akzeptablen Bereich. Strassen und Landschaften 1a. Wir stachen bei Givors in den Parc Naturel Regional du Pilat und schon bald wurde es immer dunkler, der Blätterwald immer dichter und plötzlich stehen ein paar Autos am Strassenrand … Jäger … Waidmannsdank, wenn die wissen was eine Wildsau ist und zwischen einer fahrenden Gummikuh unterscheiden können. Navigieren zwischen zwei Punkten, exklusive Vermeidung von unbefestigten Strassen ergibt: Off-Road und somit die erste Ladung Dräck. Macht Spass und plötzlich war auch das Wetter egal. Ein paar Strassen später wieder eine längere Offroad Strecke und noch mehr Dräck. TripleDräck. Weiter in die Livradois-Forez und Volcans d’Auvergne und jetzt gesellte sich noch der Nebel dazu und die Temperatur wurde einstellig. Wir konnten auf dem Pas de Peyrol die schöne Aussicht nur erahnen. Auf die Höhenstrasse kurz vor Aurillac haben wir dankend verzichtet. Entschädigung: das Hotel!
Tour Lyon bis Aurillac
Hotel

Montag, 19.9.
TripleSchön. Drei Tage schön und trocken standen uns nun bevor. Von Aurillac zielten wir Richtung Gorges du Tarn und wurden mehr als belohnt für die zwei Tage schlechtes Wetter. Ins GS-Strassen-Weltkulturerbe gehört definitiv die Strecke zwischen Florac und Genolhac (D998) sowie die Weiterfahrt nach Villefort (D906). Zuerst GS-Land mit engen, schmalen, hubbeligen Strassen - eine Freude und dann weite, übersichtliche Kurven die mehrheitlich auf den Seitenrillen gefahren werden. Ein absolutes Schmankerl. Am Schluss noch die Überfahrt durch die Gorges de l’Ardeche, mit etwas mehr Touristen. Ziel Orange.
Tour Aurillac bis Orange
Hotel

Dienstag, 20.9.
Der Berg ruft, der heilige Berg. Nach einer kurzen Planänderung starten wir mit dem Mont Ventoux und hunderten von Radfahrern. Obwohl freies Fahren fast nicht möglich war, hat der Berg einfach eine unglaubliche Anziehung, doch schon bald verabschiedeten wir uns in einsamere Gebiete. Col de Rousset, das Vercors, Chartreuse und das Massif de Bauges bieten wunderbare Strassen. Ziel Annecy.
Tour Orange bis Annecy
Hotel

Mittwoch, 21.9.
Zumindest trocken, so das Fazit vom heutigen Tag. Auf der Route des Grandes Alpes (D12, D902, D32, D22) fuhren wir Richtung Schweiz, Monthey. Via Col de Mosses und den Jaunpass ins Berner Oberland. In Wimmis trennten sich unsere Wege und ich (Christoph) fuhr via Schallenberg ins heimatliche Luzern.

Fazit:
Kurven satt
Wetter so lala
Florac - Genolhac - Villefort
Hotel des Carmes, Aurillac
Mont Ventoux
Annecy
2 x Offroad

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