Tourbericht Italien 2016

1. Tag Freitag der 20. Mai

Wir sind am Mittag bei schönem und trockenem Wetter in Richtung Gotthard Autobahnraststätte losgefahren. Zügig überquerten wir den Gotthardpass, welcher ab 11:00 Uhr für uns geöffnet wurde. Meterhohe Schneemauern sind rechts und links zu bewundern. Weiter ging es dann auch das Tessin hinunter. Bei schönem Wetter ging es nun Richtung Lugano entlang am Lago Como. Wir sind nun im Hotel Ibis unterhalb von Como angelangt. Nach einer erfrischenden Dusche geht es nun gemeinsam zu einem Bier. Nach einem Besuch in einem Schuhladen sind wir ins Steakhaus gegangen und haben uns ausgiebig verpflegt. Anschließend ging Pius noch auf Hasenjagd, die sich hinter dem Hotel in Scharen tummelten.

2. Tag Samstag 21.Mai

Nach einer ruhigen und durchgeschlafenen Nacht haben wir am Morgen bei trockenem und sonnigem Wetter die Tour ab Grandate fortgesetzt. Nachdem wir bei der ersten Zahlstelle auf der Autobahn die Zahlungsprobleme überwunden hatten, ging es zügig weiter in Richtung Mailand. Nach mehreren Zahlstellen konnten wir wieder über Landstraßen fahren. Um 17Uhr haben wir den Hafen in Genua erreicht und nun warten wir auf unsere Fähre. Nach regem Treiben (Ein- und Ausladen) konnten wir um halb 9 abends auf die Fähre. Pünktlich um 23 h legte die Fähre ab.
Nun schnell mal duschen und sich in der 4er Innenkabine zu dritt organisieren. Zum Abschluss genehmigen wir uns noch eine Flasche Wein, den wir im Hafen gekauft hatten.

3. Tag Sonntag 22 Mai

Nach einer ruhigen Nacht verbringen wir nun den Tag auf der Fähre. Sonnig aber windig und gefährlich für Sonnenbrand. Um 19.30 h konnten wir das Schiff verlassen. Nach einer italienischen Fahrt durch Palermo erreichen wir das Hotel Captano in Cefalû.

4. Tag Montag 23. Mai

Spannende Fahrt auf den Etna mit grossen Lavafelder. Mit der Fähre von Messina nach Calabrien (Festland) und Übernachtung im Hotel Victoria in Bagnara, direkt am Meer. An der Promenade war einiges los, vor allem spielte die Dorfjugend entlang der Strasse Fussball.

5. Tag Dienstag 24. Mai

Wir haben vergessen zu tanken und mussten deshalb nach kurzer Zeit eine Abkürzungen nach Melito zur Tankstelle nehmen. Nach vielen engen Kurven gib’s ein Panini in Bianco (Calabrien Süd). Ab hier kürzen wir die Route ab wegen eventuellen Straßenschäden. Wir haben nun das Navi umprogrammiert und machen uns um ca. 13:30 Uhr wieder auf den Weg.

Wir sind um 16 Uhr im Hotel Victoria in Bagnara angekommen. Es war eine schöne Strecke mit vielen Kurven mit sehr griffigem Belag, das einzige Kritische war der Sand in den Kurven.
Jetzt sitzen wir an unserem obligatorischen Feierabendbier Marke Perroni aus Italien. Heute Abend suchen wir uns eine feine Pizzeria und gönnen uns die erste Pizza in unseren Ferien. Morgen werden wir den Süden von Kalabrien verlassen und fahren Richtung Norden nach Falerna.

6. Tag Mittwoch 25. Mai

Auf dem Weg nach Falerna sind wir über teilweise sehr schlechte Strassen gefahren. Viel Laub am Straßenrand und teilweise schuhtiefe Löcher und dies meist im Wald, wo die Sicht schlecht war. Das Hotel Paradiso in Falera haben wir auf verzwicktem Weg doch noch gefunden. Bei einem Abstecher ans Meer lernten wir einen interessanten Beizer kennen, der uns am nächsten Tag zur besten Gellati von Calabrien einlud. Zum Nachtessen gingen wir zur Pizzeria Charly. Dort wurden wir mit einem Proseco empfangen. Bei einer ausgezeichneten Bedienung und exzellentem Nachtessen beendeten wir den erlebnisreichen Tag.

7. Tag Donnerstag 26. Mai

Heute steht eine Tages-Rundtour auf dem Programm. Bereits bei der ersten Abzweigung verpasst Steff den richtigen Weg und wir begannen die Tour in der falschen Richtung. Nach einem Besuch bei Bekannten von Steff ging es weiter auf der Tour. Nach intensiven Diskussionen über die richtige Route gings weiter über kurvige Strassen.
Bei der Rückkehr nach Falerna gönnten wir uns zuerst noch ein Gellati. Nach einem weiteren Besuch bei Charly und einem guten Nachtessen neigt sich der Tag zu Ende.

8. Tag Freitag 27. Mai

Heute stand die Fahrt nach Sapri auf dem Programm. Nach den schlechten Erfahrungen mit den schlechten Strassen in Calabrien entschieden wir uns Sapri auf dem kürzesten Weg anzufahren. Wir haben die geplanten Wegpunkte gelöscht und uns auf die Hauptstrassen konzentriert. Die weissen Strassen waren hier in einem sehr schlechten Zustand, so dass das Fahren keinen Spass machte.
In Sapri logierten wir in einem sehr einfachen Hotel (schon fast eine Besenkammer). Aber für eine Nacht reichte es aus und der Weg ins Dorf und der Meerespromenade war schnell zu erreichen. Bei einem Apéro in Sapri erschienen doch plötzlich ganze Kamerateams von Rai2 (natürlich wegen uns!!??). So machten sie auch ein paar Filmaufnahmen von uns als wir zum Apéro angestossen haben.
An der Promenade löste sich dann das Rätsel auf und es wurde über lokale Gebräuche berichtet. Dabei standen natürlich auch lokale Schönheiten (zur Freude von Pius) im Rampenlicht. Es wurden zudem einheimische Spezialitäten präsentiert und verteilt.
Nach einem guten Nachtessen beendeten wir den Tag.

9. Tag Samstag 28. Mai

Nachdem wir nun Calabrien verlassen hatten riskierten wir nun wieder die von Steff geplante Route, inkl. die weissen Strassen zu fahren. Steff war zuerst sehr skeptisch, merkte aber bald, dass hier die Strassenzustände wesentlich besser waren als noch am Tag zuvor. Mit neuem Mut genossen wir, einmal mehr bei schönem Wetter, die schöne Gegend und nach fast 300 km erreichten wir in den Pampas das 4 Stern-Hotel La Fonte Dell’Astore in Isernia. Welche Überraschung, ein riesiger Hotelkomplex. Gleichzeitig fanden sich noch Gäste für 2 italienische Hochzeiten ein. Es herrschte Hochbetrieb, waren es doch jeweils über 200 Gäste pro Hochzeit. Zu keiner Zeit aber herrschte Hektik oder Chaos, das Hotel hatte alles bestens im Griff und wir bezogen ein gepflegtes 3-Bettzimmer. Auf den Spa-Bereich haben wir (auch Pius) verzichtet, kostete dies pro Person nochmals 40 Euro.
Vorsichtshalber haben wir für den Abend einen Tisch reserviert und zeitig gingen wir zum Nachtessen. Es erwartete uns eine ausgezeichnete Küche zu einem sehr günstigen Preis, überhaupt war hier das Preis-Leistungs-Verhältnis überragend. Nach dem Essen entschlossen wir uns noch den Fusballmach (ich glaube Championsligue-Final) zwischen Atletico Madrid und Real Madrid zu schauen. Immer mehr Hochzeitsgäste gesellten sich dazu.

10. Tag Sonntag 29. Mai

Ein weiterer sonniger Tag erwartete uns auf der Tour nach Narni. Dabei haben wir Rom östlich umfahren. Es war eine zügige Fahrt auf immer besseren Strassen, so dass wir uns wieder in grössere Schräglagen getrauten. Zeitig erreichten wir das Hotel Terra Umbra im Industriegebiet von Narni. Hier konnte Pius auch ohne Zusatzkosten den Swimmingpool benutzen. Das Hotel, die Zimmer sowie das Nachtessen waren gut.

11. Tag Montag 30. Mai

Von Narni ging es nun heute nach Castelnuovo. Die Freude und das gute Fahrgefühl ist nun wieder bei allen voll da und zügig fuhren wir in Richtung Norden. Heinz ist noch immer erfolglos auf der Suche nach dickwandigen Espresso-Tassen. Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf und werde beim nächsten Markt danach Ausschau halten.
Für heute Abend hat sich Robert angemeldet. Er ist am Morgen in der Schweiz losgefahren und wird sich mit uns in Castelnuovo treffen. Bereits um 17.00 h ist er eingetroffen, nach einer Fahrt von ca. 700 km und Sintflutartigem Regengüssen in Norditalien. Für uns schien bis heute immer nur die Sonne.

12. Tag Dienstag 31. Mai

Heute waren wir zu viert unterwegs und haben nach dem Mittagessen das Gewitter am Horizont umfahren. Der Besuch des Castello Bucignano (die Unterkunft von Robert) war sehr spannend, da dieses Agri Turismo ein altes Schloss aus dem 9. Jahrhundert war.
Bei unserem Hotel herrschte heute Hochbetrieb, da eine Elektroauto-Challenge hier Halt macht. Nachdem alle Teslas an den Strom angehängt wurden fiel mal im ganzen Hotel der Strom aus uns somit verschob sich auch das Nachtessen für uns. Das Hotel dei Conti ist durch die Challenge auch komplett ausgebucht. Zum Nachtessen stösst dann noch Röbi zu uns. Als Höhepunkt gibt’s zum Nachtessen Pistecca Fiorentina (1.7 kg Steak) für 4 Personen.

13. Tag Mittwoch 1. Juni

Nachdem Steff nach ca. 2 km nun auch die aktuelle Route auf dem Navi geladen hatte ging es ohne falsche Abzweigungen weiter in Richtung Norden. Bei vorwiegend sonnigem Wetter fuhren wir über die Höhen der Toscana. Nach dem Mittag machten sich die ersten Regenwolken bemerkbar. Nach ersten Tropfen entschieden wir uns den Rest der Strecke über die Schnellstrasse bis Barga zu nehmen. Der Regen wurde immer heftiger und ziemlich durchnässt erreichten wir das Hotel Pergola in Barga.
Das freundliche Personal im Hotel hat uns angeboten unsere nassen Töffklammoten im Keller aufzuhängen.
Auch unsere Motorräder konnten wir in einem benachbarten Raum im Trocknen abstellen.
Nach Bezug der Zimmer erkunden wir das Städtchen und in einer kleinen aber heimeligen Beiz gab es noch ein feines Plättli.

14. Tag Donnerstag 2. Juni

Heute ist ein Ruhetag angesagt, da es doch ziemlich stark regnet. Wir haben uns entschlossen nach Lucca zu fahren (mit dem Zug) und dort die Altstadt anzusehen.
Als Abschluss des Tages war noch das Nachtessen im Restaurant Altana in Barga auf dem Programm. Wie immer der kulinarische Highlight in der Toskana.

15. Tag Freitag 3. Juni

Heute haben wir trotz schlechtem Wetter unsere Reise Richtung Norden fortgesetzt. Das Ziel war Sala Baganza nähe Parma. Röbi und Stefan haben da Verwandte die sie noch besuchen wollten.
Das haben wir dann auch für einen kleinen Einkauf genutzt und haben uns mit Felino Salami direkt ab Fabrik eingedeckt.

16. Tag Samstag 4. Juni

Heimfahrt in die Schweiz. Wir konnten zwar noch trocken abfahren in Sala Baganza, mussten aber doch nach kurzer Fahrt unsere Regensachen überziehen. Praktisch von Parma bis nach Bellinzona hat es dann mehr oder weniger geregnet. Darum haben wir uns auch geeinigt, dass wir die Autobahn nehmen. Bei der Raststätte Bellinzona Süd haben wir uns dann noch kurz gestärkt und sind weiter Nordwärts nach Hause gefahren.

Fazit Stefan:

Es war auch dank dem Wetter eine gossartige Tour. Wir haben wunderschöne Gegenden gesehen und noch eindrucksvollere Strassen befahren. Wir waren ein sehr tolles Team und es war sehr kurzweilig. Wir haben viel gelacht und auch viel und gut gegessen. Der Wein haben wir von Sizilien bis nach Sala Baganza sehr genossen.

Gefahrene Tour
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