Am Samstagmorgen 07.09.2013 startete unsere alljährlich Motorradtour.
Wir, Heinz, Spidi und ich (Steff) treffen uns auf der Raststätte Herrlisberg. Die diesjährige Tour führt uns über Italien, mit einem kurzen Abstecher nach Slowenien, danach weiter nach Kroatien, dort werden wir uns über einige Inseln der Küstenstrasse sowie dem Velebit-Gebirge widmen.
Zurück führt uns die Tour über das kroatische Hinterland Slowenien und Österreich.
Über Kommentare würden wir uns sehr Freuen.
Mit Bikergrüssen
Stef

Vorgesehene Route | Gefahrene Route


Samstag 07.09.2013

Punkt sieben Uhr traffen sich die drei ENDURISTEN in der Raststätte Herrlisberg.
Dann ging es los über den Flüela- und Ofenpass. Spidi besuchte den Ort an dem er seine neue Scheibe verkauft hat. Ha Ha St. Maria.

Wie immer war der Weg ins Südtirol über das Vinschgau eine Pflichtübung. Anschliessend gab es zur Kür den Passo di Rolle.

Die erste Übernachtung machten wir in der Provinz Venezien im Antico Locanda Capello in Mel.

Sonntag 08.09.2013

Gleich nach dem Frühstück fing der Tag sehr kurvenreich mit dem Passo San Boldo mit seinen sehenswerten Kehrtunnels an.

Nach der etwas mühsamen Traversierung Richtung Triest ging es über Slowenien weiter nach Kroatien. Quer durch das kurvenreiche Istrien nach Brestova zur Fähre die uns nach Cres geführt hat. Anschliessend ging es zum 0.5 Stern Appartement (SOBE) in Cres. Zimmer mit Aussicht in die muffige Werkstatt mit verschlossener Türe. Das Bett von Steff war 5 cm kürzer als er selber!!.
Cres ist ein wunderschönes kleines Hafenstädtchen.

Am Abend erste Datensicherung durch Heinz mit seinem sehr sehr Umfangreichen Zubehör. (Schachteli; Kabeli; Steckerli; Akkuli uswli.) Spidi und Heinz hatten Abends Waschtag. Am Morgen danach haben sie sich gewundert weil ihre Wäsche gleich gerochen hat (Waschmittel von Heinz).

Montag 09.09.2013

Um acht Uhr Morgens fuhren wir los mit dem Ziel die Insel Krk. Unser Heinz der in jeder Situatuion vorbereitet ist hat natürlich sogar den Fahrplan der Fähren ausgedruckt und mitgenommen. Dabei haben wir richtig Schwein gehabt und konnten ohne Wartezeit gleich auf die Fähre.
Auf dem Schiff hat es sogar für ein Frühstück gerreicht. Spidi und Stef haben sich den Kaffe von Heinz geteilt, da er natürlich mit Planung und Vorbereitung unabkömmlich war.

Von der Insel Krk sind wir über die Brücke, die kostenlos war, auf das Festland gefahren. Der Küste entlang Richtung Süden und später bogen wir ins Landesinnere in das Velebit Gebirge ab.

Nach einer nicht endenwollenden Kurvenorgie (Pragelpass hochZehn) führte uns der Weg weiter auf eine Offroad-Strecke um unsere Enduros richtig auszulasten. Etwa 15 Kilometer mit sehr grobem Schotter. Zum Glück sind wir wieder alle drei mit entsprechenden Motorräder unterwegs (keine CBF und keine K 1200 mehr).

Unsere Etappenziel führt uns nach Karlobag direkt ans Meer in einem mehr als 0,5 Stern Hotel.

Das Wetter war uns bis hierher sehr angetan, Wolken, Sonne und Temperaturen um 25° C.


Dienstag 10.09.2013

Beim Frühstück begann es leider zu Regnen. Wir mussten unsere Abfahrt daher ein bisschen verschieben. Etwa um 10:00 Uhr konnten wir bei trockener Strasse Richtung Split der Küste entlang weiterfahren. Die ersten 25 Kilometer sind wunderschön. Der restliche Weg eher eine Pflicht. Die Schlechtweterfront zog dabei vor uns vorüber. So konnten wir den ganzen Tag trocken bis nach Trogir durchfahren.

In Trogir haben wir ein schönes Appartement gefunden (Apartment & Rooms Misic). Dieses hat eine Balkon mit Wäscheleine und Wäscheklammern. Das nutzten wir sogleich um wieder unsere Wäsche zu Waschen. Spidi hat vorher noch einen Apero mit Bier und Chips organisiert.

Danach ging es ins Städtchen zum Essen. Heinz musste noch in einem Natelshop vorbei um seine kroatische SIM Karte zu laden. Morgen geht es wieder ins Landesinnere. Wir haben eine grössere Etappe vor uns. Diese führt uns entlang der bosnischen Grenze in Richtung Slowenien.

Mittwoch 11.09.2013

Nach einem kurzen Regenschauer in der Nacht hat uns überraschenderweise am nächsten Morgen schönster Sonnenschein empfangen. Beim Packen wurde es kurz hektisch. Vor lauter Suchen fand Stef den Schlüssel zum Bremsscheibenschloss nicht. Bis Spidi die Lage mit seinem hervorragendem Pfadfinderinstinkt entspannt hat und den Schlüssel im Rucksack von Stef gefunden hat. So konnten wir entspannt bei schönstem Sonnenschein am Marktplatz beim Hafen das Frühstück geniessen. Anschliessend ging es via Split in das kroatische Hinterland. Sehr schöne kurvige Strassen mit sehr wenig Verkehr.

Den Mittagshalt haben wir irgendwo in der Pampa in einem typisch einheimischen Lokal gemacht. Dabei haben wir eine landestypische Spezialität nähmlich Cevapcici gegessen (leichte Mahlzeit !). Die Einheimischen haben in der gleichen Zeit zwei Biere getrunken und ein Paket Zigaretten geraucht. Leider wurde das Wetter immer nässer und kälter. Heinz musste sämtliche warme Kleidung anziehen die er dabei hat.
Auf einer Passage durch einen Wald mit einer schmalen Strasse, staunten wir nicht schlecht, nachdem wir einen Reisecar überholen mussten, kam uns tatsächlich noch ein 40 Tonner LKW entgegen und das auf einer schmalen einspurigen Nebenstrasse. Nun noch einen kurzen Halt beim Bistro Winnetou.

Durch die hervorragende Recherge von Heinz konnten wir bei strömendem Regen direkt das B&B Gina anfahren. Ein neues finnisches Blockhaus mit Chinesischer Dusche. :-) . Nach einem Willkommenstrunk kochte die Besitzerinn speziell nur für uns drei ein feines Nachtessen mit frischen Steinpilzen. Während dem Nachtessen zog ein heftiges Gewitter vorüber.

Donnerstag 12.09.2013

Beim wiederum für uns drei vorzüglichen zubereiteten Frühstück durch Gina leistete uns der Nebel Gesellschaft. Bei leichtem Regen und Nebel mit 9° sind wir mit unserer Regenkluft abgefahren. Nach einer halben Stunde konnten wir die Regenkombis bereits wieder ausziehen bei 24°. Es wurde immer schöner. Auf einem Schmugglerpfad, Offroad ging es über die Grenze nach Slowenien. Oberhalb von Triest ging es im Grenzgebiet Slowenien – Italien Richtung Norden.
Schmale Strassen und vielen Kurven vom feinsten mit erneutem Schotterabschnitt führten uns über Tolmin, Kobarit nach Bovec. Kurz vorher mussten wir leider wieder die Regenkombis anziehen. In Bovec bezogen wir eine dreistöckige „Suite“. Bei einem feinen Bikernachtessen konnten wir uns wieder stärken. Stef hatte das Zimmer mit der Hühnerleiter.

Freitag 13.09.2013

Nachdem Stef die Hünhenerleiter hinuterstieg gingen wir in ein benachbartes Restaurant zum Frühstück. Dann ging es los durch das Tal in Richtung Vrsic-Pass mit den 48 Kehren nach Kranjask Gora. Über Italien und Oesterreich durch das Gailtal via Maria Luugau bis zum Restaurant Andreas zum Aufwärmen. Weiter in Richtung Brixen - Sterzing zum Jaufenpass.

Nach dem obligaten Halt beim Brückenwirt in St. Leonard am Passeier. Nachdem wir alles Warme angezogen hatten, ging es in Richtung Timmelsjoch 2474 müM, Temperatur +3° (gefühlte - 10°). Zügig ging es nun durch das Ötztal in Richtung Oetz, wo wir uns in der Villa Agnes einquartierten haben. Nach 2 ausgiebigen Aperos ging es unter die warme Dusche zum aufwärmen.
Bei einem Tirolerpfannerl und einem feinen Glas Rotwein (Lagrain) haben wir den letzten Abend würdig beendet.

Samstag 14.09.2013

Der Heimreisetag machte es wegen der Witterung wieder Notwendig mit den Regenklamotten abzufahren. Die Fahrt führte uns direkt vom Öztal Richtung Arlberg. In Daalas wie es der Name schon sagt, konnten wir die Regenklamotten da lassen, aber nur sprichwörtlich wir haben sie schon mitgenommen aber wieder eingepackt. Es wurde immer wärmer und schöner. So konnten wir zügig über Feldkirch ins Fürstentum Lichtenstein fahren. Da haben wir noch ein letzten Tankhalt eingelegt, bevor es über die Autobahn heimwärts ging.

Wie am Anfang der Tour, nur diesmal auf der anderen Seite, haben wir uns auf der Raststätte Herrliberg voneinander verabschiedet.

Von dieser Tour müssen wir wieder eine lange Zeit zerren. Es wird ein Weile dauern, bis wir wieder auf eine einwöchige Tour gehen können.

Auf bald Stef, Spidi und Heinz

Fotos (Steff)
Fotos (Heinz)