Race Chick (Susan, GS F800) und Silverbull (Christoph, GS 1150) waren auch in diesem Jahr wieder mit den Motorrädern unterwegs. Wir wollten neue Gegenden kennenlernen und mit altbekanntem verbinden.

Wir fuhren am 26. August gegen Mittag Richtung Meran und kamen am Flüela leicht in den Regen. Auf der Südseite war es trocken und wir erschraken als plötzlich vor einer Kurve ein Auto auf dem Dach im Strassengraben lag. Die Person hing noch in den Seilen und so leisteten wir die nötige Hilfe bis die Polizei eintraf. Die Person blieb unverletzt. Inzwischen kam auch der Regen wieder und wir machten uns auf den Weg.

Wir verbrachten in unserem neuen Geheimtipp in Meran einen wunderschönen Tag und genossen die Stadt.

Am Mittwoch sattelten wir die Pferde und es ging los Richtung Rovinj. Via Bozen und Kastelruth wollten wir zügig vorwärtskommen. Doch plötzlich ging nichts mehr, nach mühsamem Stop and Go trafen wir auf einen Abschlepplastwagen mit einem aufgebockten Linienbus. Wir konnten passieren und dann die autofreie Strasse geniessen. Je weiter wir fuhren desto weniger Verkehr trafen wir an und am Schluss waren wir über den Passo della Mauria fast alleine. Nach Tolmezzo ging es via Autobahn nach Triest und dann in Kroatien von Buje auf der 21 nach Rovinj. Schöne Gegend aber zum Teil rutschige Strassenabschnitte. Also vorsichtig.

Von Donnerstag bis Sonntag verbrachten wir sonnige und wunderschöne Tage in der Vila Kristina.

Bei einer Tagestour ins Landesinnere und dann an der Küste entlang zurück waren wir von der Küstenstrasse enttäuscht. Empfehlenswert ist die Strecke zwischen Cerovlje und Buzet entlang von Olivenhainen, mit Blick aufs Meer und vielen Kurven.

Wir entschieden uns für die zweite Woche wieder nördlich zu fahren nach Klagenfurt am Wörthersee. Auf der Strecke zwischen Buzet nach Vodice begegneten wir Old Shatterhand und Winnetou, ansonsten waren wir alleine unterwegs. Weiter ging es über Postojna (etwas viele Slowenische Sonntagsraser) nach Idrija, Skofja Loka und Kranji. Eigentlich wollten wir über den Loiblpass, doch die Gewitterfront von links trieb uns über den Seebergsattel (trocken :-D ). Ein herrlicher Pass.

Wir genossen das tolle Sommerwetter und am Dienstag wollte ich die Gegend erkunden. Die Tour führte von Klagenfurt nach Ferlach über Zell Freibach rüber zum Seebergpass. Aber natürlich nicht den ganzen Pass, sondern rechtzeitig links abbiegen zum Paulitschsattel. Die Strecke zwischen Podolševa nach Črna na Koroškem ist nicht geteert. Und da hatte ich eine Begegnung (nicht der dritten Art) aber mit dem Vizepräsident der Passknacker (Der Kleine im Hintergrund bin ich :-D )Zurück fuhr ich über Bleiburg nach Völkermarkt. Ein Leckerbissen war die Strecke nach Diex bis St. Johann. Viele Kurven und tolle Ausblicke auf Land und Leute.

Am 5. und 6. September traten wir den Heimweg an. Von Klagenfurt über St. Veit nach Gurk, dann durch das Gurktal nach Glödnitz. Wieder ein Leckerbissen nach Tamsweg. Munter weiter nach Radstadt - Bischofshofen - Saalfelden - Sankt Johann - Kufstein via Ursprungpass nach Bad Wiessee am Tegernsee (Pause). Zum Schluss via Bad Tölz - Penzberg - Murau (zuviele Bayer mit Sommerferien), aber dann, der Ammersattel nach Reutte war ein Genuss. Sonthofen - (über die gefährlichste Motorrradstrecke östlich von Dornbirn -> Riedbergpass … aber Jungs, warum baut ihr auch solche Strassen :-D - Balderschwang - Dornbirn und dann ab auf die Autobahn.

Die Ecke um Klagenfurt, wahrscheinlich noch etwas östlicher (Neusiedlersee, Ungarn), ist für die nächste Tour mehr als eine Ueberlegung wert. Geht hin und erfahrt selber. Bildergalerie