Wow, die letzte Tour war ein Highflyer, mal schauen ob ich hier an der Grenze in Feldkirch wieder so eine Motorradgruppe treffe, mit der ich mitfliegen kann. Oh, was sehen meine Facettenaugen, eine silbrige 1150 GS; stark, eine neue 800 GS; edel, eine altgediente Tenere und am Schluss eine sauber geputzte 1200 S. Sieht nach einer grösseren Tour aus, naja ich geh mal in den Windschatten …

Strecke vom Samstag 14. Juni 2008

Wir treffen uns traditionsgemäss an der Autobahnraststätte Herrlisberg und nehmen gerne zur Kenntnis, dass das Wetter besser ist als angekündigt. Es geht wieder los; Richtung Feldkirch und Dornbirn. Wir zweigen zum Bödele ab und geniessen im empfehlenswerten Restaurant eine kleine Zwischenmahlzeit. Wir fahren sehr umsichtig durchs Balderschwanger Tal, man weiss ja nie und ziehen am Gashebel nach Sonthofen. Dann auf der 308 nach Weissenbach über den Gaichtpass. Tal und Pässe animieren zur flotten Fahrt. Via Reutte, Lermoos und Garmisch-Partenkirchen kurven wir durch das schöne Allgäu, der eine oder andere Regenspritzer stört uns nicht und wir bleiben dieses Jahr von Ausfällen und Unfällen Gottseidank verschont. In Mösern, bei Verwandten von Heinz, wollen wir übernachten, doch irgendwie hat etwas nicht so geklappt, aber eine grosse Familie hat ja nicht nur ein Hotel, so satteln wir unsere Bikes und fahren nach Obsteig und geniessen dafür auf Kosten des Hauses ein Glas Wein und diskutieren bis spätnachts.

Ich glaube die fahren noch weiter, zügig unterwegs, gute Kurventechnik und angenehmes Windschattenfliegen, bei denen gefällts … Achtung Fliegenklatsche … uff … gerade noch so … ziehen wir uns zurück und schauen morgen weiter.

Strecke vom Sonntag 15. Juni 2008

Oh, Morgenessen, durchaus vernünftige Biker, nicht zu früh los wie die beim letzten Mal, so kann ich mich gemütlich unter die Käseglocke schmuggeln und geniessen …

Heute benötigen wir das “Pickerl” und fahren auf der Autobahn an Innsbruck vorbei nach Jenbach. In Innsbruck wird uns bewusst, dass ja noch Euro ist und heute abend die Schweiz gegen … der Rest ist ja leider bekannt. Aber es steht der Grossglockner als Höhepunkt auf dem Tourplan und so fahren wir zügig über die Gerlos Alpenstrasse und ziehen Kurve für Kurve nach Bruck.

Die fahren Richtung Grossglockner, ui, das ist mir zu hoch, ich muss mich glaub verabschieden, schade, die sind gut drauf … ich flieg nochmals mit der 800er GS mit, die hat so einen tollen Sound, aber halt, die biegen nach Zell am See ab, da bleib ich dran.

Es ist zwar trocken, aber auch etwas kälter und im Grossglockner-Gebiet sieht es nach Regen oder sogar Schnee aus, wir entscheiden uns um und verschieben unser Vorhaben. Auf der Strassenkarte haben wir eine sehr attraktive Alternative gefunden und los gehts. Mitten in Österreich passieren wir ein Meer, das Steinerne Meer und via Bischofshofen nach Radstadt. Mit Tempo 100 fahren wir auf der 99 südwärts, weiter auf der A10 am wunderschönen Millstatter See vorbei. Wir bekommen langsam einen Eindruck in was für einer wunderschönen Landschaft wir unsere Töffferien verbringen werden. Wie immer gegen den Schluss einer Tour zieht es sich länger als vermutet, aber die abwechslungsreiche Strecke an Afritz vorbei bis nach Ossiach lenkt uns ab. Wir haben den Gasthof Neuhof der Familie Huber erreicht und werden herzlich empfangen. Als wir am Abend im nahen Campingplatz etwas Essen (und Fussball gucken), fällt uns zum ersten Mal eine Fliege auf.

Ruhetag Montag, 16. Juni 2008

Strecke vom Dienstag 17. Juni 2008

Der gestrige Ruhetag tat gut und trotz unsicheren Wetteraussichten machten wir uns zuerst trocken auf den Weg (Mutt’sche Gesetz). Doch leider kamen wir auf dem Weg von Feldkirchen nach Steuerberg in ein ersten Regenschauer, wir stoppten und warteten zuerst im Trockenen. Das Wetter schien sich zu beruhigen und wir fuhren den grauen Wolken davon. Unterwegs nach Gurk kamen wir auch auf dem Schloss Strassburg vorbei und wir genehmigten uns ein wenig Kultur.

Zum guten Glück fliegen wir ins Trockene … mmhhh … die bestellen Süssspeisen, da muss ich doch …

Heinz hatte beim Verzehr von Kaffee und Kuchen immer wieder mit einer Fliege zu kämpfen, überhaupt schien es uns, als werden wir verfolgt :-D . Ein kräftiger Regenguss liess uns etwas länger als geplant Pause machen, doch es wurde zwar weniger, aber es hörte nicht wirklich auf. Wir entschieden uns für eine möglichst direkte Heimfahrt über die Schnellstrasse S37 via St. Veit. Wir wurden zum ersten, aber zum guten Glück auf gleich zum letzten Mal so richtig nass. In Ossiach angekommen empfing uns unsere Gastgeberin und hatte bereits die Kleiderbügel in der Waschküche für uns parat.

Strecke vom Mittwoch 18. Juni 2008

Die Wetteraussichten: Trockener Asphalt über Kärnten und Slowenien, Tempo zwischen 80 bis 100 km/h aus Norden und Pneutemperaturen angenehm warm.
Strecke vom Donnerstag 19. Juni 2008 / Teil 2

Strecke vom Freitag 20. Juni 2008 / Teil 2

Strecke vom Samstag 21. Juni 2008